Rechtsanwalt Stefan List: Allgemeines Zivilrecht

Ich biete Ihnen Beratung und Vertretung im Zivilrecht, zum Beispiel im Personenrecht, Schadensrecht, Vertragsrecht und Mietrecht.

Das Allgemeine Zivilrecht, auch Privatrecht genannt, regelt die rechtlichen Beziehungen der Bürger untereinander. Die rechtlichen Normen des allgemeinen Zivilrechts sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt.

Besondere im BGB geregelte Rechtsgebiete wie Mietrecht, Dienstvertragsrecht (insbesondere Arbeitsrecht, vertragliches Arztrecht) Werkvertragsrecht (insbesondere Baurecht, Architektenrecht), Familienrecht (Scheidung, Unterhalt, Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich, Sorgerecht usw.) sowie Erbrecht (Testament, Erbvertrag, Erbauseinandersetzung, Erbschein, Pflichtteil usw.) werden auf dieser Website besonders behandelt.

Auf dem Gebiet des allgemeinen Zivilrechts biete ich:

  • Vertragsgestaltung
    (Entwurf Allgemeiner Geschäftsbedingungen für Ihr Unternehmen, Kaufverträge über bewegliche Sachen, Grundstückskaufverträge, Dienstverträge, Darlehensverträge usw.)
  • Sachenrecht
    (Grundstücksrecht, Überbau, Grenzstreitigkeiten, Eigentumsherausgabe, Ansprüche wegen Störung bzw. Beeinträchtigung des Eigentums usw.)
  • Haftung für Mängel
    (Gewährleistung, Mängel eines Kaufgegenstandes wie z.B. eines Grundstücks, eines Autos oder auch einer technischen Anlage)
  • Vertragsrecht
    (Vertragsprüfung, Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Ansprüche auf Erfüllung, Rücktritt, Schadensersatz)
  • Schadensersatz
    (z.B. nach einem Verkehrsunfall, wegen fehlerhafter Beratung, Verletzung vertraglicher Verpflichtungen, Tierhalterhaftung, Verletzung des Persönlichkeitsrechts oder des Eigentums oder nach sonstigen Schadensereignissen).

Aktuelle Rechtsprechung im Allgemeinen Zivilrecht

Kein Ausgleich von Mehrarbeit durch Urlaubs- und Feiertage:

Bundesverwaltungsgericht: Bei der Berechnung der Höchstarbeitszeit nach dem Arbeitszeitgesetz dürfen Urlaubs- und gesetzliche Feiertage nicht als Ausgleichstage berücksichtigt werden. Dies gilt sowohl für solche Urlaubstage, die über den gesetzlichen Mindesturlaub hinaus gewährt werden, als auch für auf Werktage fallende gesetzliche Feiertage (Urteil vom 09.05.2018 - 8 C 13.17).

Einfluss des PayPal-Käuferschutzes auf Kaufpreisanspruch:

Bundesgerichtshof: Durch Gutschrift des vom Käufer gezahlten Kaufpreises auf das PayPal-Konto erlischt der Kaufpreisanspruch. Die Kaufpreisforderung des Verkäufers wird jedoch wieder begründet, wenn das PayPal-Konto nach erfolgreichem Antrag des Käufers auf Käuferschutz rückbelastet wird (Urteil vom 22.11.2017 - VIII ZR 83/16).

Sachmangel eines Dressurpferdes:

Bundesgerichtshof: Abweichungen von dem physiologischen Ideal ohne klinische Auswirkungen stellen keinen Sachmangel eines hochpreisigen Dressurpferdes dar. Verkauft ein Reitlehrer und Pferdetrainer ein ausschließlich für private Zwecke erworbenes ausgebildetes Dressurpferd, handelt er nicht als Unternehmer (Urteil vom 18.10.2017 - VIII ZR 32/16).

Unterlassung wegen blendendem Solardach:

Oberlandesgericht Düsseldorf: Ein Grundstückseigentümer muss die von dem das Sonnenlicht reflektierenden Photovoltaikanlage seines Nachbarn ausgehenden starken Blendwirkungen nicht hinnehmen (Urteil vom 21.07.2017 - 9 U 35/17).

Notwendiger Link zur online-Streitbeilegungsplattform der EU:

Oberlandesgericht Hamm: Auf online-Marktplätzen veröffentlichte gewerbliche Angebote müssen Schaltflächen mit einem Link zur online-Streitbeilegungsplattform der EU enthalten (Urteil vom 03.08.2017 - 4 U 50/17).



Rechtsprechung Zivilrecht in Schleswig-Holstein

Zweieinhalbjähriges Pferd als gebrauchte Sache:

Oberlandesgericht Schleswig: Für ein in einer öffentlich zugänglichen Versteigerung erworbenes zweieinhalbjähriges Pferd gelten die Vorschriften über den Verbrauchsgüterkauf nicht, weil es sich um eine gebrauchte Sache handelt (Urteil vom 04.07.2018 - 12 U 87/17).

Widerrufsrecht bei einem Förderungsdarlehen:

Oberlandesgericht Schleswig: Ob immer dann, wenn ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht, eine erteilte Widerrufsbelehrung auf Einräumung eines vertraglichen Widerrufsrechts schließen lässt, ist durch Auslegung der Widerrufsinformation zu ermitteln (Urteil vom 24.05.2017 - 5 U 23/17).

Gutgläubiger Erwerb eines unterschlagenen Wohnmobils durch Service-Berater eines Autohauses:

Oberlandesgericht Schleswig: Es ist grob fahrlässig und kann einen gutgläubigen Erwerb ausschließen, wenn der Service-Berater eines Autohauses bei einem privaten Ankauf es unterlässt, den angegebenen Verkäufer Namen und die Daten der Erstzulassung abzugleichen, die Funktionsfähigkeit des Zweitschlüssels zu überprüfen und nicht in das Serviceheft einsieht (Urteil vom 07.04.2017 - 17 U 6/17).

Rückabwicklung von Darlehensverträgen nach Widerruf:

Oberlandesgericht Schleswig: Ansprüche der Darlehensnehmer gegen Bank oder Sparkasse auf Herausgabe der nach dem Widerruf geleisteten Zins- und Tilgungszahlungen ergeben sich aus ungerechtfertigter Bereicherung. Es besteht eine tatsächliche Vermutung dafür, dass die Bank aus den eingenommenen Geldern Nutzungen im Wert des üblichen Verzugszinssatzes gezogen hat, die sie als Nutzungsersatz herausgeben muss. Der übliche Verzugszins beträgt bei Immobiliendarlehen 2,5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz. Dieser Zinssatz ist für die Bemessung des geschuldeten Nutzungswertersatzes heranzuziehen. Für die Höhe des vom Darlehensnehmer geschuldeten Nutzungsersatz geht, dass er nachweisen kann, dass der marktübliche Zinszeitpunkt Vertragsabschluss geringer als der vereinbarte Zins war, dann muss er nur den marktüblichen Zins zahlen. Zugrunde zulegen ist dafür der Zeitraum bis zur vollständigen Rückzahlung der Darlehensvaluta (Urteil vom 20.10.2016 - 5 U 62/16).

Verwirkung des Widerrufsrechts bei Verbraucherdarlehen I:

Oberlandesgericht Schleswig: Auch dann, wenn ein Verbraucher bei Abschluss eines Darlehensvertrags fehlerhaft über sein Widerrufsrecht belehrt wurde, kann das Widerrufsrecht wegen Verstoßes gegen Treu und Glauben verwirkt sein (Urteil vom 06.10.2016 - 5 U 72/16).