Rechtsanwalt Stefan List: Versicherungsrech

Versicherungsrecht in Kiel. Ich beratee Sie u.a. in den Bereichen Sachversicherungsrecht, Haftpflichversicherungsrecht, Kreditversicherung und Transportrecht.

Das Versicherungsrecht umfasst u.a. das Sachversicherungsrecht. Dieses betrifft zum Beispiel Rechtsfragen zur Fahrzeug- bzw. Kaskoversicherung sowie zur Gebäude-, Hausratversicherung und Bauwesenversicherung).

Das Recht der privaten Personenversicherung betrifft u.a. Lebens-, Kranken-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung sowie Reiserücktrittsversichungen.

Weitere Bereiche des Versicherungsrechtes sind das Haftpflichtversicherungsrecht, dasTransportrecht sowie das Speditionsversicherungsrecht.


Aktuelle Rechtsprechung im Versicherungsrecht

„Innerhalb eines Gebäudes“ in der Leitungswasserversicherung:

Oberlandesgericht Hamm: Ein unterhalb der Bodenplatte eines Gebäudes befindliches Abwasserrohr liegt nicht innerhalb, sondern außerhalb des versicherten Gebäudes und ist damit nicht Gegenstand der Leitungswasserversicherung (Beschluss vom 20.02.2019 - 20 U 2/19).

Blutung aufgrund Blutverdünnungstherapie steht Unfallversicherungsschutz nicht entgegen:

Oberlandesgericht Köln: Eine lediglich erhöhte Empfänglichkeit für Krankheiten infolge individueller Körperdisposition ist kein Gebrechen , solange sie noch als innerhalb der medizinischen Norm liegend angesehen werden kann. Bei der durch Einsatz von Medikamenten erreichten Blutverdünnung handelt es sich um kein Gebrechen (Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 01.02.2019 - 20 U 57/18).

Voraussetzungen einer Zerstörung gemäß Kfz-Kaskoversicherungsbedingungen:

Oberlandesgericht Hamm: „Zerstörung im Sinne der Kfz-Kaskoversicherers setzt eine über den wirtschaftlichen Totalschaden hinausgehende Beschädigung des Fahrzeugs voraus (Urteil vom 29.11.2018 - I-6 U 42/18).

Beratungspflicht des privaten Krankenversicherers überwechseln Möglichkeit in den Basistarif:

Oberlandesgericht Schleswig: Erfährt der Versicherer während des Ruhens eines Krankenhausvertrags den Eintritt der Hilfsbedürftigkeit des Versicherungsnehmers, kann er verpflichtet sein, den Versicherungsnehmer über die Möglichkeit des Wechsels in den Basistarif der privaten Krankenversicherung zu beraten. Die Verletzung dieser Pflicht kann den Versicherer trotz Wiederauflebens des Versicherungsschutzes im Ursprungstarif an der Geltendmachung der Prämienforderungen hindern, soweit sie die Höhe des halbierten Basistarif der Krankenversicherung überschreiten (Urteil vom 07.02.2019 - 16 U 82/18).

Regulierungszusage eines Haftpflichtversicherers:

Oberlandesgericht Schleswig: Die Regulierungszusage eines Haftpflichtversicherers gegenüber dem Geschädigten ist regelmäßig dahin zu verstehen, dass der Versicherer seinem Versicherungsnehmer gegenüber deckungspflichtig ist und in dessen Namen den Schadensersatzanspruch anerkennt. Diese Anerkenntnis ist deklaratorisch und für den Haftpflichtversicherer sowohl gegenüber dem Versicherungsnehmer, als auch gegenüber dem Geschädigten bindend (Beschluss vom 31.01.2019 - 7 U 130/18).