Rechtsanwalt Stefan List: Arbeitsrecht

Ich biete Ihnen eine kompetente Rechtsberatung und Vertretung auf dem Gebiet Arbeitsrecht, Abmahnung, Arbeitsvergütung, Dienstfahrzeug, Überstunden und Arbeitnehmerhaftung.

Ich betreue Sie (Arbeitgeber wie Arbeitnehmer) umfassend auf dem Gebiet des Arbeitsrechts:

  • Gestaltung, Auslegung und Optimierung von Arbeitsverträgen
  • fristlose und ordentliche Kündigungen von Arbeitsverträgen, Kündigungsschutz, Aufhebungsvertrag, Abmahnungen
  • befristete Arbeitsverträge, z.B. Befristungskontrolle
  • Mobbing, Probleme auf dem Gebiet der Gleichstellung (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
  • Arbeitsvergütung, Überstunden, Urlaub, Urlaubsabgeltung, Entgeltfortzahlung
  • Umschulungskosten und Fortbildungskosten
  • Arbeitnehmerhaftung
  • Störungen des Arbeitsverhältnisses
  • Vertretung vor den Arbeitsgerichten (Kündigungsschutz, Schadensersatz, Arbeitsvergütung usw.)

Ich verfüge als Rechtsanwalt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet Arbeitsrecht. Auch im Arbeitsrecht geht es bei der Gestaltung der Rechtsverhältnisse darum, durch frühzeitige Beratung und Weichenstellungen späteren Konflikte zu vorzubeugen. Im Konfliktfall auf dem Gebiet Arbeitsrecht ist der Rechtsanwalt gefordert, im Hinblick auf die wirtschaftlichen Konsequenzen mit Augenmaß zu handeln. Rechtstreitigkeiten auf dem Gebiet Arbeitsrecht verlangen vom Rechtsanwalt ein hohes Maß an stets aktualisierten Detailwissen und Durchsetzungskraft.

Auch auf dem Gebiet Arbeitsrecht bin ich nicht nur in der Region Kiel tätig, sondern übernehme gerne überregionale Aufträge.


Aktuelle Rechtsprechung im Arbeitsrecht

Zustandekommen eines Arbeitsvertrags durch schlüssiges Verhalten trotz tarifvertraglich geltender Schriftform:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Trotz tarifvertraglich geltender Schriftform kann ein Arbeitsvertrag dadurch zustandekommen, dass der Arbeitgeber die vom Arbeitnehmer aufgenommene Arbeit annimmt (Urteil vom 07.08.2018 - 1 Sa 23/18).

Kürzung der dem liebenden Versorgung wegen Altersabstand der Ehegatten:

Bundesarbeitsgericht: In der betrieblichen Hinterbliebenenversorgung ist eine Regelung wirksam, wonach die Versorgungsleistungen des längerlebenden Ehegatten für jedes volle über zehn Jahre hinausgehende Jahr des Altersunterschieds der Ehegatten um 5 % zu kürzen ist. Eine derartige Regelung verstößt auch nicht gegen das Verbot der Altersdiskriminierung (Urteil vom 11.12.2018 - 3 AZR 400/17).

Keine einseitige Anordnung von Telearbeit durch den Arbeitgeber:

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg: Sein arbeits vertragliches Weisungsrecht berechtigt den Arbeitgeber nicht, den Arbeitnehmer zur Telearbeit zu verpflichten. Deshalb ist bei Verweigerung der Telearbeit durch den Arbeitnehmer eine arbeitgeberseitige Kündigung wegen arbeits Weigerung nicht gerechtfertigt (Urteil vom 10.10.2018 - 17 Sa 562/18).

Wirksame Vereinbarung über Hinausschiebung der Regelaltersgrenze:

Bundesarbeitsgericht: Die Arbeitsvertragsparteien können bei arbeitsvertraglich vereinbarter Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Erreichen der Regelaltersgrenze das Arbeitsverhältnis über den vorgesehenen Beendigungszeitpunkt hinaus fortsetzen (Urteil vom 19.12.2018 - 7 AZR 70/17). 

Verlängerung der Elternzeit um das dritte Lebensjahr des Kindes:

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg: Die Inanspruchnahme von Elternzeit für das dritte Lebensjahr eines Kindes im Anschluss an die Elternzeit während der ersten beiden Lebensjahre bedarf nicht der Zustimmung des Arbeitgebers (Urteil vom 20.09.2018 - 21 Sa 390/18).

 

Rechtsprechung Arbeitsrecht in Schleswig-Holstein

Verdachtskündigung nur nach angemessene Frist zur Stellungnahme durch den Arbeitnehmer:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Eine nicht auf Tatsachen, sondern nur auf einem Verdacht beruhende Verdachtskündigung durch den Arbeitgeber setzt voraus, dass dem Arbeitnehmer eine ausreichend bemessene Frist zur Stellungnahme gesetzt wurde. Eine Frist von nur zwei Tagen ist zu kurz (Urteil vom 21.03.2018 - 3 Sa 398/17).

Beschränkung der Stellenausschreibung für Gleichstellungsbeauftragte auf Frauen:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Die Stelle einer kommunalen Gleichstellungsbeauftragten darf ohne Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ausschließlich für Frauen ausgeschrieben werden (Urteil vom 02.11.2017 - 2 Sa 262 d/17).

Fristlose Kündigung wegen grober Beleidigung eines Vorgesetzten:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Bezeichnung eines Vorgesetzten als „asoziales Arschloch“ in einem familiengeführten Kleinbetrieb rechtfertigt auch ohne vorherige Abmahnung eine außerordentliche Kündigung (Urteil vom 24.01.2017 - 3 Sa 244/16).

Irrtümliche Betriebsrentenberechnung:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Die irrtümliche weitere Anwendung einer gekündigten Betriebsvereinbarung begründet keine betriebliche Übung. Ein Verstoß gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz liegt nicht vor, wenn der Arbeitgeber nach Aufdeckung des Irrtums die bis dahin zurückgelegten Beschäftigungszeiten nur bei den Betriebsrentnern, nicht aber bei den Anwärtern berücksichtigt (Urteil vom 28.06.2016 - 1 Sa 286/15).

Zustellung einer Kündigung an einem Sonntag:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Eine Kündigung geht dem Arbeitnehmer erst dann zu, wenn die Kenntnisnahme der Kündigung durch den Arbeitnehmer zu erwarten ist. Da nicht damit zu rechnen ist, dass ein Arbeitnehmer seine Briefkasten an einem Sonntag leert, ist die noch nicht zugegangen (Urteil vom 13.10.2015 – 2 Sa 149/15).