Rechtsanwalt Stefan List: Arbeitsrecht

Ich biete Ihnen eine kompetente Rechtsberatung und Vertretung auf dem Gebiet Arbeitsrecht, Abmahnung, Arbeitsvergütung, Dienstfahrzeug, Überstunden und Arbeitnehmerhaftung.

Ich betreue Sie (Arbeitgeber wie Arbeitnehmer) umfassend auf dem Gebiet des Arbeitsrechts:

  • Gestaltung, Auslegung und Optimierung von Arbeitsverträgen
  • fristlose und ordentliche Kündigungen von Arbeitsverträgen, Kündigungsschutz, Aufhebungsvertrag, Abmahnungen
  • befristete Arbeitsverträge, z.B. Befristungskontrolle
  • Mobbing, Probleme auf dem Gebiet der Gleichstellung (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
  • Arbeitsvergütung, Überstunden, Urlaub, Urlaubsabgeltung, Entgeltfortzahlung
  • Umschulungskosten und Fortbildungskosten
  • Arbeitnehmerhaftung
  • Störungen des Arbeitsverhältnisses
  • Vertretung vor den Arbeitsgerichten (Kündigungsschutz, Schadensersatz, Arbeitsvergütung usw.)

Ich verfüge als Rechtsanwalt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet Arbeitsrecht. Auch im Arbeitsrecht geht es bei der Gestaltung der Rechtsverhältnisse darum, durch frühzeitige Beratung und Weichenstellungen späteren Konflikte zu vorzubeugen. Im Konfliktfall auf dem Gebiet Arbeitsrecht ist der Rechtsanwalt gefordert, im Hinblick auf die wirtschaftlichen Konsequenzen mit Augenmaß zu handeln. Rechtstreitigkeiten auf dem Gebiet Arbeitsrecht verlangen vom Rechtsanwalt ein hohes Maß an stets aktualisierten Detailwissen und Durchsetzungskraft.

Auch auf dem Gebiet Arbeitsrecht bin ich nicht nur in der Region Kiel tätig, sondern übernehme gerne überregionale Aufträge.


Aktuelle Rechtsprechung im Arbeitsrecht

Keine Beschäftigungsgarantie für schwerbehinderte Arbeitnehmer:

Bundesarbeitsgericht: Schwerbehinderte können von ihrem Arbeitnehmer zwar bis zur Grenze der Zumutbarkeit die Erhaltung des Arbeitsverhältnisses entsprechend ihrer gesundheitlichen Situation verlangen. Dies hindert den Arbeitgeber jedoch nicht an einer unternehmerischen Entscheidung, aufgrund derer der bisherige Arbeitsplatz des schwerbehinderten Arbeitnehmers entfällt. Der besondere Beschäftigungsanspruch ist dann erst bei der Prüfung einer Weiterbeschäftigungsmöglichkeit auf einem anderen freien Arbeitsplatz zur Geltung zu bringen (Urteil vom 16.05.2019 - 6 AZR 329/18).

Zustimmung des Arbeitgebers zur stufenweisen Wiedereingliederung eines schwerbehinderten Arbeitnehmers:

Bundesarbeitsgericht: Arbeitgeber können zwar verpflichtet sein, einer stufenweisen Wiedereingliederung eines schwerbehinderten Arbeitnehmers gemäß einem Wiedereingliederungsplan des behandelnden Arztes zuzustimmen, sie dürfen den Wiedereingliederungsplan aber ablehnen, wenn die begründete Befürchtung besteht, dass der Gesundheitszustand des schwerbehinderten Arbeitnehmers die Umsetzung des Wiedereingliederungsplanes nicht zulässt (Urteil vom 16.05.2019 - 8 AZR 530/17).

Kein gesetzlicher Urlaubsanspruch während unbezahlten Sonderurlaubs:

Bundesarbeitsgericht: Ein Arbeitnehmer kann für Jahre, in denen er vollständig unbezahlten Sonderurlaub genommen hat, keinen Urlaubsanspruch geltend machen (Urteil vom 19.03.2019 - 9 AZR 315/17).

Widerrufsrecht bei arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträge:

Bundesarbeitsgericht: Einen in der Privatwohnung abgeschlossenen Aufhebungsvertrag kann der Arbeitnehmer nicht widerrufen. Der Aufhebungsantrag kann jedoch unwirksam sein, wenn er unter Missachtung des Gebots fairen Verhandelns z.B. wegen Ausnutzung einer krankheitsbedingten Schwäche des Arbeitnehmers zustande gekommen ist (Urteil vom 07.02.2019 - 6 AZR 75/18).

Verrechnung von Sozialplanabfindung und gesetzlichen Nachteilsausgleich:

Bundesarbeitsgericht: Der Arbeitgeber ist berechtigt, Abfindungsansprüche aufgrund eines Sozialplanes und Ansprüche aus einem betriebsverfassungsrechtlichen Nachteilsausgleich miteinander zu verrechnen, da der Zweck bei der Leistungen deckungsgleich ist (Urteil vom 12.02.2019 - 279/17).

 

Rechtsprechung Arbeitsrecht in Schleswig-Holstein

Verdachtskündigung nur nach angemessene Frist zur Stellungnahme durch den Arbeitnehmer:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Eine nicht auf Tatsachen, sondern nur auf einem Verdacht beruhende Verdachtskündigung durch den Arbeitgeber setzt voraus, dass dem Arbeitnehmer eine ausreichend bemessene Frist zur Stellungnahme gesetzt wurde. Eine Frist von nur zwei Tagen ist zu kurz (Urteil vom 21.03.2018 - 3 Sa 398/17).

Beschränkung der Stellenausschreibung für Gleichstellungsbeauftragte auf Frauen:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Die Stelle einer kommunalen Gleichstellungsbeauftragten darf ohne Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ausschließlich für Frauen ausgeschrieben werden (Urteil vom 02.11.2017 - 2 Sa 262 d/17).

Fristlose Kündigung wegen grober Beleidigung eines Vorgesetzten:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Bezeichnung eines Vorgesetzten als „asoziales Arschloch“ in einem familiengeführten Kleinbetrieb rechtfertigt auch ohne vorherige Abmahnung eine außerordentliche Kündigung (Urteil vom 24.01.2017 - 3 Sa 244/16).

Irrtümliche Betriebsrentenberechnung:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Die irrtümliche weitere Anwendung einer gekündigten Betriebsvereinbarung begründet keine betriebliche Übung. Ein Verstoß gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz liegt nicht vor, wenn der Arbeitgeber nach Aufdeckung des Irrtums die bis dahin zurückgelegten Beschäftigungszeiten nur bei den Betriebsrentnern, nicht aber bei den Anwärtern berücksichtigt (Urteil vom 28.06.2016 - 1 Sa 286/15).

Zustellung einer Kündigung an einem Sonntag:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Eine Kündigung geht dem Arbeitnehmer erst dann zu, wenn die Kenntnisnahme der Kündigung durch den Arbeitnehmer zu erwarten ist. Da nicht damit zu rechnen ist, dass ein Arbeitnehmer seine Briefkasten an einem Sonntag leert, ist die noch nicht zugegangen (Urteil vom 13.10.2015 – 2 Sa 149/15).