Rechtsanwalt Stefan List: Arbeitsrecht

Ich biete Ihnen eine kompetente Rechtsberatung und Vertretung auf dem Gebiet Arbeitsrecht, Abmahnung, Arbeitsvergütung, Dienstfahrzeug, Überstunden und Arbeitnehmerhaftung.

Ich betreue Sie (Arbeitgeber wie Arbeitnehmer) umfassend auf dem Gebiet des Arbeitsrechts:

  • Gestaltung, Auslegung und Optimierung von Arbeitsverträgen
  • fristlose und ordentliche Kündigungen von Arbeitsverträgen, Kündigungsschutz, Aufhebungsvertrag, Abmahnungen
  • befristete Arbeitsverträge, z.B. Befristungskontrolle
  • Mobbing, Probleme auf dem Gebiet der Gleichstellung (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
  • Arbeitsvergütung, Überstunden, Urlaub, Urlaubsabgeltung, Entgeltfortzahlung
  • Umschulungskosten und Fortbildungskosten
  • Arbeitnehmerhaftung
  • Störungen des Arbeitsverhältnisses
  • Vertretung vor den Arbeitsgerichten (Kündigungsschutz, Schadensersatz, Arbeitsvergütung usw.)

Ich verfüge als Rechtsanwalt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet Arbeitsrecht. Auch im Arbeitsrecht geht es bei der Gestaltung der Rechtsverhältnisse darum, durch frühzeitige Beratung und Weichenstellungen späteren Konflikte zu vorzubeugen. Im Konfliktfall auf dem Gebiet Arbeitsrecht ist der Rechtsanwalt gefordert, im Hinblick auf die wirtschaftlichen Konsequenzen mit Augenmaß zu handeln. Rechtstreitigkeiten auf dem Gebiet Arbeitsrecht verlangen vom Rechtsanwalt ein hohes Maß an stets aktualisierten Detailwissen und Durchsetzungskraft.

Auch auf dem Gebiet Arbeitsrecht bin ich nicht nur in der Region Kiel tätig, sondern übernehme gerne überregionale Aufträge.


Aktuelle Rechtsprechung im Arbeitsrecht

Vererblichkeit des Urlaubsanspruchs:

Europäischer Gerichtshof: Verstirbt ein Arbeitnehmer, können dessen Erben vom Arbeitgeber die Abgeltung des nicht genommenen Jahresurlaubs verlangen (Urteil vom 06.11.2018 – C-569/16).

Kein Verfall des Urlaubsanspruchs nur bei nicht gestelltem Urlaubsantrag:

Europäischer Gerichtshof: Ein Arbeitnehmer verliert seinen Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub nicht nur deshalb, weil er keinen entsprechenden Antrag gestellt hat. Die Urlaubsansprüche verfallen nur dann, wenn der Arbeitnehmer freiwillig auf seinen Urlaub verzichtet hat, nachdem der Arbeitgeber ihn in die Lage versetzt hat, den Urlaub rechtzeitig zu nehmen. Den freiwilligen Verzicht hat der Arbeitgeber zu beweisen (Urteil vom 06.11.2018 - C-619/16).

Vergütung von Reisezeiten:

Bundesarbeitsgericht: Die Zeiten für Hin- und Rückreisen von vom Arbeitgeber zur vorübergehenden Arbeit ins Ausland entsandten Arbeitnehmer sind als Arbeitszeit zu vergüten (Urteil vom 17.10.2018 - 5 AZR 553/17).

Mindestlohnpflichtige Fahrten zum Kunden:

Bundesarbeitsgericht: Fahrten des Arbeitnehmers zu einem Kunden sind unabhängig davon mindestlohnpflichtig, ob Antritt und Rückkehr von der Arbeitsstätte oder der Wohnung des Arbeitnehmers aus erfolgen (Urteil vom 25.04.2018 - 5 AZR 424/17).

Unwirksame Einbeziehung des Mindestlohnanspruchs in eine arbeitsvertragliche Verfallklausel:

Bundesarbeitsgericht: Eine vom Arbeitgeber in den Arbeitsvertrag eingebrachte Verfallklausel, die alle beiderseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis ohne jede Einschränkung und damit auch den Mindestlohn erfasst, ist in transparent und daher unwirksam (Urteil vom 18.09.2018 - 9 AZR 162/18).

 

 

Rechtsprechung Arbeitsrecht in Schleswig-Holstein

Verdachtskündigung nur nach angemessene Frist zur Stellungnahme durch den Arbeitnehmer:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Eine nicht auf Tatsachen, sondern nur auf einem Verdacht beruhende Verdachtskündigung durch den Arbeitgeber setzt voraus, dass dem Arbeitnehmer eine ausreichend bemessene Frist zur Stellungnahme gesetzt wurde. Eine Frist von nur zwei Tagen ist zu kurz (Urteil vom 21.03.2018 - 3 Sa 398/17).

Beschränkung der Stellenausschreibung für Gleichstellungsbeauftragte auf Frauen:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Die Stelle einer kommunalen Gleichstellungsbeauftragten darf ohne Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ausschließlich für Frauen ausgeschrieben werden (Urteil vom 02.11.2017 - 2 Sa 262 d/17).

Fristlose Kündigung wegen grober Beleidigung eines Vorgesetzten:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Bezeichnung eines Vorgesetzten als „asoziales Arschloch“ in einem familiengeführten Kleinbetrieb rechtfertigt auch ohne vorherige Abmahnung eine außerordentliche Kündigung (Urteil vom 24.01.2017 - 3 Sa 244/16).

Irrtümliche Betriebsrentenberechnung:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Die irrtümliche weitere Anwendung einer gekündigten Betriebsvereinbarung begründet keine betriebliche Übung. Ein Verstoß gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz liegt nicht vor, wenn der Arbeitgeber nach Aufdeckung des Irrtums die bis dahin zurückgelegten Beschäftigungszeiten nur bei den Betriebsrentnern, nicht aber bei den Anwärtern berücksichtigt (Urteil vom 28.06.2016 - 1 Sa 286/15).

Zustellung einer Kündigung an einem Sonntag:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Eine Kündigung geht dem Arbeitnehmer erst dann zu, wenn die Kenntnisnahme der Kündigung durch den Arbeitnehmer zu erwarten ist. Da nicht damit zu rechnen ist, dass ein Arbeitnehmer seine Briefkasten an einem Sonntag leert, ist die noch nicht zugegangen (Urteil vom 13.10.2015 – 2 Sa 149/15).