Rechtsanwalt Stefan List: Arbeitsrecht

Ich biete Ihnen eine kompetente Rechtsberatung und Vertretung auf dem Gebiet Arbeitsrecht, Abmahnung, Arbeitsvergütung, Dienstfahrzeug, Überstunden und Arbeitnehmerhaftung.

Ich betreue Sie (Arbeitgeber wie Arbeitnehmer) umfassend auf dem Gebiet des Arbeitsrechts:

  • Gestaltung, Auslegung und Optimierung von Arbeitsverträgen
  • fristlose und ordentliche Kündigungen von Arbeitsverträgen, Kündigungsschutz, Aufhebungsvertrag, Abmahnungen
  • befristete Arbeitsverträge, z.B. Befristungskontrolle
  • Mobbing, Probleme auf dem Gebiet der Gleichstellung (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
  • Arbeitsvergütung, Überstunden, Urlaub, Urlaubsabgeltung, Entgeltfortzahlung
  • Umschulungskosten und Fortbildungskosten
  • Arbeitnehmerhaftung
  • Störungen des Arbeitsverhältnisses
  • Vertretung vor den Arbeitsgerichten (Kündigungsschutz, Schadensersatz, Arbeitsvergütung usw.)

Ich verfüge als Rechtsanwalt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet Arbeitsrecht. Auch im Arbeitsrecht geht es bei der Gestaltung der Rechtsverhältnisse darum, durch frühzeitige Beratung und Weichenstellungen späteren Konflikte zu vorzubeugen. Im Konfliktfall auf dem Gebiet Arbeitsrecht ist der Rechtsanwalt gefordert, im Hinblick auf die wirtschaftlichen Konsequenzen mit Augenmaß zu handeln. Rechtstreitigkeiten auf dem Gebiet Arbeitsrecht verlangen vom Rechtsanwalt ein hohes Maß an stets aktualisierten Detailwissen und Durchsetzungskraft.

Auch auf dem Gebiet Arbeitsrecht bin ich nicht nur in der Region Kiel tätig, sondern übernehme gerne überregionale Aufträge.


Aktuelle Rechtsprechung im Arbeitsrecht

Begrenzung eines unbefristeten Beschäftigungsverhältnisses auf Saison:

Bundesarbeitsgericht: Die Begrenzung der Beschäftigung eines unbefristet angestellten Bademeisters auf die Saisonzeiten ist wirksam, wenn außerhalb der Saisonzeiten kein Beschäftigungsbedarf besteht (Urteil vom 19.11.2019 - 7 AZR 582/17).

Zugang einer in den Hausbriefkasten eingeworfenen Kündigungserklärung:

Bundesarbeitsgericht: Eine Kündigungserklärung ist zugegangen, sobald sie in verkehrsüblicher Weise in die tatsächliche Verfügungsgewalt des Empfängers gelangt ist und der Empfänger unter gewöhnlichen Verhältnissen die Möglichkeit hat, von ihr Kenntnis zu nehmen. Der Zugangszeitpunkt eine in den Hausbriefkasten eingeworfenen Kündigungserklärung bestimmt sich nach den „gewöhnlichen Verhältnissen“ und den „Gepflogenheiten des Verkehrs“ (Urteil vom 22.08.2019 - 2 AZR 111/19).

Leasingraten für vom Arbeitgeber gestellte Fahrräder dürfen auch nach Ablauf des Entgeltfortzahlungszeitraums nicht auf Arbeitnehmer über gewählt werden:

Arbeitsgericht Osnabrück: Eine arbeitsvertragliche Klausel, mit der der Arbeitgeber nach Ablauf des Entgeltfortzahlungszeitraums die Leasingraten für von ihm gestellte Fahrräder auf die Arbeitnehmer überwälzen will, ist wegen unangemessener Benachteiligung der Arbeitnehmer unwirksam (Urteil vom 11.11.2019 - 3 Ca 229/19).

Arbeitsgerichtlicher Vergleich, Einbeziehung von Überstunden:

Bundesarbeitsgericht: Die in einem arbeitsrechtlichen Vergleich vereinbarte Freistellung erfüllt den Anspruch des Arbeitnehmers auf Freizeitausgleich zum Ausgleich des Arbeitszeitkontos nur dann, wenn der Vergleich deutlich zum Ausdruck bringt, dass das Arbeitszeitkonto ausgeglichen werden soll. Es reicht nicht aus, dass der Arbeitnehmer gemäß Vergleich unwiderruflich von seiner Verpflichtung zur Erbringung der Arbeitsleistung freigestellt werden solle (Urteil vom 20.11.2019 - 5 AZR 578/18).

Urlaubserteilung bei unwiderruflicher Freistellung:

Bundesarbeitsgericht: Der Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers besteht aus den untrennbar miteinander verbunden Teilansprüchen auf Freistellung von der Arbeit und auf Urlaubsvergütung. Eine wirksame Urlaubsgewährung setzt nicht nur die Freistellung von der Arbeit, sondern auch mindestens die vorbehaltlose Zusage der Urlaubsvergütung voraus. Dies gilt auch bei Anrechnung nicht genommenen Urlaubs auf eine Freistellung nach Kündigung. Sind keine gegenteiligen Anhaltspunkte ersichtlich, gibt der Arbeitgeber mit der Urlaubserteilung zu verstehen, auch Urlaubsentgelt zahlen zu wollen (Urteil vom 20.08.2019 - 9 AZR 468/18).

 

Rechtsprechung Arbeitsrecht in Schleswig-Holstein

Verdachtskündigung nur nach angemessene Frist zur Stellungnahme durch den Arbeitnehmer:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Eine nicht auf Tatsachen, sondern nur auf einem Verdacht beruhende Verdachtskündigung durch den Arbeitgeber setzt voraus, dass dem Arbeitnehmer eine ausreichend bemessene Frist zur Stellungnahme gesetzt wurde. Eine Frist von nur zwei Tagen ist zu kurz (Urteil vom 21.03.2018 - 3 Sa 398/17).

Beschränkung der Stellenausschreibung für Gleichstellungsbeauftragte auf Frauen:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Die Stelle einer kommunalen Gleichstellungsbeauftragten darf ohne Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ausschließlich für Frauen ausgeschrieben werden (Urteil vom 02.11.2017 - 2 Sa 262 d/17).

Fristlose Kündigung wegen grober Beleidigung eines Vorgesetzten:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Bezeichnung eines Vorgesetzten als „asoziales Arschloch“ in einem familiengeführten Kleinbetrieb rechtfertigt auch ohne vorherige Abmahnung eine außerordentliche Kündigung (Urteil vom 24.01.2017 - 3 Sa 244/16).

Irrtümliche Betriebsrentenberechnung:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Die irrtümliche weitere Anwendung einer gekündigten Betriebsvereinbarung begründet keine betriebliche Übung. Ein Verstoß gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz liegt nicht vor, wenn der Arbeitgeber nach Aufdeckung des Irrtums die bis dahin zurückgelegten Beschäftigungszeiten nur bei den Betriebsrentnern, nicht aber bei den Anwärtern berücksichtigt (Urteil vom 28.06.2016 - 1 Sa 286/15).

Zustellung einer Kündigung an einem Sonntag:

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Eine Kündigung geht dem Arbeitnehmer erst dann zu, wenn die Kenntnisnahme der Kündigung durch den Arbeitnehmer zu erwarten ist. Da nicht damit zu rechnen ist, dass ein Arbeitnehmer seine Briefkasten an einem Sonntag leert, ist die noch nicht zugegangen (Urteil vom 13.10.2015 – 2 Sa 149/15).